Historisches aus Erlangen

Archäologische Funde weisen darauf hin, dass das Regnitztal schon um 2000 v. Christus stärker besiedelt wurde. Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt war im Jahre 1002 n. Christus. In dieser Urkunde wird eine Schenkung des Kaisers Otto II. an den späteren Kaiser Heinrich II. bestätigt und unter anderem die „villa erlangon“ erwähnt. Zusätzlich dazu wurden noch zwei Meilenquadrat verschenkt auf denen die heutige Altstadt zu finden ist. Die Größe der Meilenquadrate untermauern die Annahme, dass zu diesem Zeitpunkt eine Siedlung am Entstehen war und durch die Schenkung auch legitimiert wurde. 1348 wurde die Siedlunge Großenerlang genannt. Dies lag im Aufstieg Nürnbergs, das sich zu einer europäischen Handelsmetropole entwickelte und der daher ansteigende Verkehr und Handel begünstigten die Entwicklung der Siedlung. Im Jahr 1402 wurde Erlangen die Hauptstadt des Unterlandes des Fürstentums Hohenzollern. 1528 schloss sich das gesamte Markgrafentum an die Reformtion an. Dies erfolgte, im Gegensatz zu den ansonsten immer wieder vorkommenden kriegerischen Vorfällen, friedlich. 1430 der Hussiteneinfall, 1449 der Erste Markgrafenkrieg, 1443 der Zweite Markgrafenkrieg und das schlimmste Ereignis für Erlangen: der Dreißigjährige Krieg, bei dem es fast komplett zerstört wurde. Annähernd zwanzig Jahre unbewohnbar, siedelten sich am 17. Mai 1686 die ersten Hugenotten in Erlangen an, um die Wirtschaft wieder zu beleben. Sehr schnell musste das kleine Dorf Erlangen erweitert werden. Im Jahre 1706 vernichtete ein Großbrand fast ganz Erlangen, die heutige Altstadt, und wurde im barocken Stil wieder geplant und aufgebaut. 1810 gelangte Erlangen an das Königreich Bayern und 1812 wurden die Altstadt und die Neustadt , bis dahin Christian-Erlang genannt, zu einer Stadt zusammengefasst – Erlangen. Den Zweiten Weltkrieg überstand Erlangen relativ unbeschadet. Am 16. April 1945 übergab der Oberstleutnant Werner Lorleberg die Stadt kampflos den eindeutig überlegenen amerikanischen Truppen. Leider wurde das letzte erhaltene Stadttor nach der Übergabe durch amerikanische Panzer schwer beschädigt und wurde dann gesprengt. 1974 überschritt die Stadt die Marke von 100.000 Einwohnern und wurde zur Großstadt. Im Jahre 2002 feierte Erlangen sein tausendjähriges Bestehen.